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Taucher-Umfrage
Ergebnisse 2
Die zweite Staffel der Umfrage ließ leider sehr lange auf sich warten. Das lag zum einen an der zögerlichen Resonanz, zum Teil auch an meiner eingeschränkten Zeit. Ich konnte mich in letzten 11/2 Jahren dieser Website leider weniger widmen, als ich gehofft hatte. Dies soll sich aber jetzt wieder ändern!
Auf Grund der relativ wenigen Einsendungen (< 50) hatte ich mir überlegt, diese gar nicht auszuwerten. Allerdings wäre das natürlich gegenüber den Leuten die sich die Mühe gemacht hatten, nicht ok gewesen. Deshalb hier eine wiederum nicht sehr repräsentative Auswertung, die aber immerhin ein gewisses Schlaglicht auf die Taucher wirft.
Ich hoffe auf große Teilnahme bei der aktuellen Umfrage, um entsprechende Datensätz zu erhalten. Ziel ist es dann auch, eine detailliertere Queranalyse (siehe auch Zweitbrevets) zu erstellen.
Generelles:
Die meisten Grafiken sprechen für sich, aber immer daran denken: “Nie einer Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat” ;-)
Wie schon in der ersten Staffel liegt auch diesmal schwerpunktmäßig der Anteil der Taucher in der Gruppe der 30-40jährigen. Der genaue Durchschnitt ist 34 Jahre. Allerdings haben im Vergleich zur ersten Staffel sowohl die 20-30 jährigen, wie auch die 40-50jährigen Taucher zugelegt.
Weiterhin bestätigt sich auch der Trend, dass die meisten Taucher durch eigenes Interesse zu ihrem Hobby kommen. Eine geringe Zunahme gab es aber bei denen, die durch Freunde, Partner oder Familienmitglieder den Sport aufnahmen.
Überraschend war bei diesem Ergebnis, dass sich kein einziger reiner Urlaubstaucher/Zuhausetaucher gemeldet hatte. Bei der letzten Staffel waren die beiden Gruppen noch mit je 5% vertreten. Ein Blick in die Tauchtiefen zeigt das - kein einziger, der nur für Süß- oder Salzwasser Tiefen angegeben hätte. Dafür hat der Taucher der überwiegend im Meer (schließt natürlich Ost- und Nordsee mit ein) taucht um 2% zugelegt.
Die durchschnittliche Anzahl der Tauchgänge hat leicht zugenommen! Zum Vergleich, das letzte Mal hatten 53% der Taucher unter 100 TG, diemal hat eine knappe Mehrheit mehr als 100 TG. Durch die relativ geringe Anzahl der Probanden kann es sich hierbei allerdings um statistische Ungenauigkeiten handeln. Das bedeutet, dass in beiden Fällen die meisten Taucher so um die 100 TG hätten, wenn sie den Test machen. Größte TG Anzahl diesmal: 650 TG.
Und wie sieht es mit den TG innerhalb der letzten 6 Monate aus? Durchschnittlich 33 konnten die Probanden loggen, wobei hier das Spektrum von 0 bis 80 reichte.
Unwesentlich hat in dieser Umfrage die Zahl der nicht organisierten Taucher zugenommen. Innerhalb der Taucher, die einer Art von Tauchgemeinschaft angehören haben sich die Verhältnisse zwischen Vereinstauchern und Clubtauchern nicht wirklich verschoben. Vorauszusehen war, dass die organisierten CMASler eher in Vereinen, die PADIler eher in Clubs vertreten waren, wobei es hier auch jeweils umgekehrte Fälle gab. Deutlich ist aber trotzdem, dass insgesamt mehr als die Hälfte der Taucher auf die eine oder andere Art organisiert ist, also durchaus die Vorteile solcher Strukturen schätzen.
Ausbildung
CMAS-Erstbrevets liegen klar an der Spitze! Dies ist ein deutlicher Unterschied zur letzten Umfrage, bei der PADI vorne lag. Interessant ist dies im Zusammenhang mit der letzten Frage nach Vereinszugehäörigkeit. 47% der Taucher mit CMAS* Brevet sind nämlich kein Vereinsmitglied. Dies bestätigt den Trend, den ich schon öfters bei Gesprächen mit Tauchern feststellte, dass immer mehr Personen CMAS Qualifikationen bei kommerziellen Ausbildern erhalten. Da diese Kurse in der Regel genauso lange dauern, wie bei PADI stellen sich hier natürlich langfristig die Fragen der Qualitätsunterschiede und der Unterscheidungsmerkmale.
Bei der Frage nach den höchsten Qualifikationsstufen habe ich ansatzweise einmal ausprobiert, Querverbindungen herzustellen. Es ist nämlich durchaus interessant zu sehen, dass z.B. 11% der CMAS* als Divemaster enden, und die PADI OWDler sich gleichmäßig auf Rescue, Divemaster und CMAS** verteilen. Nicht aussagekräftig sind hier die SSIler - zuwenige Probanden hatten dies als Erstbrevet und bei einem war der Datensatz korrumpiert.
Nicht aufgenommen in dieser Grafik sind die TL* und TL** (CMAS), wobei ersterer seine Tauchkarriere bei SSI begonnen hatte.
Tauchprofile
Knapp ein Drittel der Taucher gaben als Maximaltiefe den Bereich zwischen 31-40m an. Insgesamt haben aber deutliche 84% eine maximale Tiefe von über 31m, 55% aller Probanden sogar eine Maximaltiefe von über 41m! Wenn man dem gegenüberstellt, dass 48% der Taucher weniger als 101 TG haben, finde ich diese Zahl schon erstaunlich und eigentlich sogar erschreckend hoch!
Natürlich ist jeder TG ein DekompressionsTG, hier wurde aber gezielt nach Pflichtdekostopps gefragt. Gegenüber der ersten Umfrage blieb hier das Ergebnis auch fast konstant, wobei diesmal keine Trimixler dabei waren, die natürlich den Prozentsatz der DekoTG nach oben heben. Dabei halten die Taucher ihre Deko durchaus im moderaten Rahmen, fast 60% machten ihre Deko maximal 20min lang - Tendenz eher gegen 10min als gegen 20min. Alle Zeiten zusammengerechnet kommt man auf eine durchschnittliche Maximaldekozeit von 14,5min.
Fazit
Mal abgesehen davon, dass durch die geringe Zahl der Probanden natürlich kein wirklich valides Ergebnis zustande gekommen ist, finde ich diese Stichproben durchaus interessant und bin gespannt, wie sie im Vergleich zu den Ergebnissen der nächsten Analyse stehen werden.
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