Das erste Mal

Der Safari Einsteiger-Guide - Teil 3

Der Tag auf einem Safarischiff ist geprägt vom Wechsel zwischen den Tauchgängen und dem Essen. Langschläfer kommen nicht auf ihre Kosten, denn die Nacht endet kurz nach sechs.

Ein typischer Tag

Koch der Seaflower mit Essen
Essen auf der Seaflower
Photo: Sebastian Opitz

Während des Morgentees oder -kaffees erfolgt das Briefing, anschließend wird auch schon angerödelt. Der erste Tauchgang startet dann zwischen sieben und halb acht. Zum Stillen des angetauchten Hungers folgt das Frühstück. Bis zum zweiten Tauchgang zwischen elf und halb zwölf bietet sich Gelegenheit für ein erstes Sonnenbad.

Eine etwas längere Erholungsphase ergibt sich nach dem Mittagessen. Je nachdem, ob bei der jeweiligen Tour Nachttauchgänge möglich sind, findet der dritte Tauchgang zwischen drei Uhr und halb fünf statt, der optionale Nachttauchgang dann so gegen sieben. Ohne Nachttauchgang ist dies meistens die Zeit für das Abendessen.

Tipp:

Das Essen an Bord ist an Allesesser ausgerichtet. Vegetarier müssen sich auch keine Sorgen machen. Wer darüber hinaus bestimmte Ansprüche an die Nahrung hat, spricht sich im Vorfeld mit der Reiseleitung ab, ob diese Wünsche erfüllt werden können.

Tauchen kommt bei einer Safari also definitiv nicht zu kurz. Je nach Route sind fünfzehn bis vierundzwanzig Tauchgänge in einer Woche möglich. Dass die Gäste trotz so viel körperlicher Betätigung in den seltensten Fällen abnehmen, liegt an den leckeren Buffets, die der Smutje auftischt. Die Variation der überwiegend ägyptischen Speisen sorgt dafür, dass jeder auf seine Kosten kommt. Nur wer beim Frühstück unbedingt Müsli braucht, hat schlechte Karten und Sonderwünsche wie Nutella müssen von zu Hause mitgebracht werden.

Kaum in See gestochen ...

... neigt sich die Safari schon dem Ende zu. Und mit dem Ende der Reise folgt meistens nicht nur eine große, von der Crew ausgerichtete Party, sondern auch die Frage, wie viel man denn als Trinkgeld gibt. Meistens übernimmt einer der Taucher das Einsammeln des Geldes: eine Box für die Guides und eine für die Crew. Wie viel jeder gibt, bleibt einem selbst überlassen und ist natürlich abhängig von der Zufriedenheit. Als Anhaltspunkt: Derzeit sind pro Tag und Crewmitglied EUR 0,50 (also z. B. bei einer 8-köpfigen Crew EUR 24,-) und EUR 10,- bis EUR 15,- für den Guide üblich.

Crew der Seaflower mit Guide
Die Crew der Seaflower mit Guide (rechts)
Photo: Sebastian Opitz

Zurück im Hafen ist meist schon geklärt, ob die Gruppe die letzte Nacht an Bord oder in einem Hotel verbringt. Jeder sollte sich direkt nach der Ankunft im Hafen bei der Basis erkundigen, ob die Rückbestätigung des Fluges geklappt hat. Falls nicht, muss das noch schnell erledigt werden.

Der Transfer zurück zum Flughafen wird meist wieder von der Basis organisiert, so dass man sich auch hier keine Sorgen machen muss. Man sollte aber auf jeden Fall sehr früh am Flughafen sein, denn die Abfertigungsgeschwindigkeit entspricht nicht ganz mitteleuropäischen Standards.

Als Safarinovize kam man vor einer Woche in Ägypten an. Das Flugzeug zurück nach Deutschland besteigt man mit den Wassern des Roten Meeres gewaschen und in dem Wissen, spätestens in einem Jahr wieder zu kommen, um eine weitere Tour zu erleben.



              
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Artikel als PDF

Dieser Artikel erschien im DiveInside dem Online-Magazin von Taucher.Net und kann dort heruntergeladen werden:
>> Ausgabe Juni 2007




Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 08-Aug-10 13:00