Das erste Mal
Der Safari Einsteiger-Guide
Eine Tauchsafari im Roten Meer – Traum vieler Taucher. Eine Woche an Bord, Tauchplätze ansteuern, die man mit Tagesbooten nicht oder nur schlecht erreicht, dies lockt jedes Jahr tausende Urlauber auf die Safariflotten der Tauchbasen.
Viele sind Wiederholungstäter, die Jahr für Jahr zurück kommen und für die ein Tauchurlaub in Hotels inzwischen unvorstellbar ist. Eine Safari bietet mit drei bis vier Tauchgängen pro Tag Tauchen pur, ohne große Ablenkung. Für manche ist dies aber auch eine Horrorvorstellung: Kein abendliches Ausgehen, keine Möglichkeit den Mitreisenden zu entkommen, für eine Woche sitzt man auf dem Boot fest.
Die erste Frage ist meist: "Mit wem fahre ich – Solourlaub, Buddy oder mit einer größeren Gruppe?" Wer alleine fährt, ist vollständig in der Hand der anderen Teilnehmer, bekommt einen Buddy zugewiesen und weiß nicht, ob er mit ihm klar kommt. Große Auswahlmöglichkeiten hat man bei 12 – 20 Mitreisenden auch nicht, da viele schon als Buddypärchen oder gar als Gruppe anreisen. Wenn also die Chemie unter oder über Wasser nicht stimmen sollte, kann der Urlaub schnell ein Reinfall werden. Besser ist es, mit seinem Stammbuddy zu fahren. So weiß man wenigstens, was einen in dieser Hinsicht erwartet. Gerade für Safarifrischlinge ist es am besten, mit einer bekannten Gruppe zu reisen, zum Beispiel dem Tauchclub. Die Mitreisenden sind bekannt und eine Woche lässt sich gut mit ihnen aushalten. Ideal ist natürlich Vollcharter durch eine Gruppe. Diese kann die Tour im Vorfeld gemeinsam abstecken und den eigenen Wünschen anpassen, ohne auf weitere Reisende Rücksicht nehmen zu müssen.
Alles eingepackt?
Tipp:
Auf Safaribooten ist meist kein Ersatzequipment dabei. Daher sollte man nicht nur zu Hause mit einer Checkliste prüfen, dass man auch alles dabei hat, sondern auch sofort, wenn man an Bord ist. Dann ist noch Zeit, für Ersatz zu sorgen. Kabelbinder, O-Ringe, Ersatzbänder für Maske und Flossen, aber auch durchaus eine zusätzliche erste Stufe sollten auf jeden Fall mitgenommen werden.
Eine häufige Frage in den Taucher.Net-Foren ist die nach der Anzugsdicke. Auch in den warmen Sommermonaten ist alles mit weniger als 5 mm nicht angebracht. Wer nur einen 7 mm-Anzug hat, benötigt aber keinen zusätzlichen 5 mm für die Safari. Es kann zwar an Bord etwas heiß werden, aber dafür ist es im Wasser wohlig warm.
Da Flaschen auf den Safarischiffen fast nie einen Doppelabgang haben, ist es am vernünftigsten, mit einem ganz normalen Automatenset bestehend aus einer ersten Stufe, Hauptautomat und Oktopus zu tauchen. Alternativ kann man auch einen Verbindungsadapter mitnehmen, um zwei Automaten an einem Abgang anzuschließen. Wenn man einen zweiten Regler hat, ist es geschickter, diesen für alle Fälle als Ersatzautomaten einzupacken. Nimmt jeder Reisende nur einen mit und es fallen dann Automaten aus, ist der Urlaub gelaufen. In den seltensten Fällen befindet sich an Bord mehr als ein zusätzlicher Atemregler. Jacket, Maske und Flossen sind selbstverständlich, aber man sollte auch an seinen Bleigurt denken. Blei ist auf den Booten vorrätig, die Gurte oftmals nicht.
Noch ein paar zusätzliche Ausrüstungsteile müssen unbedingt ins Tauchgepäck. Am wichtigsten ist die Stabboje, denn die ist für Taucher im Roten Meer Pflicht. Sinnvoll sind auch Kompass und eine gute Lampe. Diese wird nicht nur für Nachttauchgänge benötigt, sondern auch um am Tag die Korallen zum Leuchten zu bringen.
Handschuhe kann der Safarireisende dagegen zu Hause lassen. Sie werden nicht benötigt und sind auch bei den Basen nicht gern gesehen.
Was sollte auf einer Safari, außer dem Tauchequipment, noch unbedingt dabei sein? Sehr empfehlenswert, gerade in den Sommermonaten, ist ein Schlafsack. Mit ihm ist es möglich, den engen, wenn man Pech hat nach Diesel riechenden, Kajüten zu entkommen und auf dem Sonnendeck unter den Sternen zu schlafen.
Tipp:
Auch wenn der Dresscode an Bord eher lässig ist, sollte für den ersten und letzten Abend an Land zumindest eine bessere lange Hose und Hemd oder ein leichtes Kleid eingepackt werden. So ist man auch bei einem Abschlussessen in einem Hotel entsprechend angezogen.
Auch in den Wintermonaten ist ein Schlafsack nicht verkehrt, denn durch den Wind kann es gegen Nachmittag schnell kühl sein. Dazu gehört auch ein Badetuch als Unterlage für die Liegeplätze. Es schadet auch nicht, ein extra Handtuch einzustecken. Es wird zwar eines an Bord gestellt, aber spätestens am dritten Tag ist dieses durch das Abtrocknen nach den Tauchgängen und dem Duschen konstant feucht und salzig.
Auch wenn man an Bord keine Schuhe anziehen darf lohnt es sich, Segelschuhe oder Badeschlappen einzupacken. Die Außendecks sind meist rau und die vom Salzwasser aufgeweichten Füße danken einem die festen Sohlen. Ob solche Schuhe auf den Außendecks getragen werden dürfen, muss immer beim Kapitän erfragt werden. Kleidungstechnisch kann sich der Reisende auf T-Shirts und Shorts konzentrieren. Allerdings ist auch im Sommer die Mitnahme eines Sweatshirts, am besten mit Kapuze, angebracht. Eine Tauchermütze ist ohnehin fester Bestandteil des Reisegepäcks.
Wer einen Computer mitbringt, macht sich schnell Freunde bei den Mitreisenden, die gerne Ihre Fotos zum Betrachten herunterladen. Für die Fotografen ohne Computer heißt das im Umkehrschluss, dass sie das richtige Verbindungskabel und für alle Fälle genügend Speicherkarten oder einen Fotodatenspeicher einpacken sollten.
Ein Hinweis zu den Speichermedien für die digitale Bildausbeute: Speicherkarten sind mittlerweile sehr preiswert zu bekommen. Sog. "Fototanks" mit Festplatten bieten zwar mehr Platz, aber im Gegensatz zu einer Festplatte mit mechanischen Teilen kann ein Speicherkarte nicht crashen.
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