boot 2008
DiveInside - die "boot"-Berichterstatter
Wie jedes Jahr öffnete die "Boot" Ende Januar ihre Pforten und läutet so das Taucherjahr ein. Ziel der Taucher - Halle 3 und natürlich der Taucher.Net Stand.
Fünf Jahre Taucher.Net auf der Messe. Rückblickend hat sich sowohl der Taucher.Net Messestand, als auch die Messe selbst stark verändert. Was mit einem kleinen Stand als Untermieter begann ist heute ein beachtliches Areal, das wiederum von vielen Partnern bevölkert wird. Die Messe selbst hat sich wohl endgültig von einem Schnäppchenbasar zu einer Informationsveranstaltung gewandelt. Obwohl es noch einige Endhändler mit guten und im Fall eines französischen Poseidon-Händlers schier unglaublichen Angeboten gibt, waren diese doch im Vergleich zum Vorjahr zumindest vom subjektiven Eindruck weiter zurück gegangen. Das kann man auch von den Besuchern sagen. Während der Woche wäre das Wort "Andrang" völlig unangemessen und selbst am Samstag konnte man sich, ohne übermäßig gedrängelt zu werden, problemlos durch die Halle bewegen.
Das Messemagazin 2.0
Nach dem großen Erfolg des Messemagazins im vergangenen Jahr war es klar, dass es auch 2008 wieder eine Ausgabe geben würde, die den Ausstellern jeden Morgen interessante, manchmal kontroverse und oft amüsante Artikel, Schnappschüsse und Eindrücke des Vortags liefert. Verstärkt durch Harald Apelt, dem ehemaligen "tauchen"-Chefredakteur und mit den Erfahrungen des letztten Jahres und von 8 Monaten Monatsmagazin im Rücken, machte sich das DiveInside-Team daran die Vorjahresausgaben noch einmal zu toppen. Neben dem persönlichen Anspruch der Redaktion an die eigenen Texte, hatten sich durch den Einstieg der Motorpresse in Taucher.Net die Augen noch stärker auf das Magazin gerichtet. Zwar hatte dies keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung und die Arbeit der Redaktion, aber das war Außenstehenden auch nicht klar.

Rein optisch hob sich die Ausgabe '08 deutlich vom Vorjahr ab. Nicht nur, dass das gesamte Layout diesmal sehr professionell war, zum bunten Cover gesellte sich auch noch die farbige Doppelseite in der Mitte. Die Farbe sollte natürlich sinnvoll verwendet werden, deshalb war links der Platz für das Messegirl (und einmal den Messeboy) des Tages reserviert. Ansonsten beinhaltete jede Ausgabe neben einem Editorial ein Feature, das "Produkt des Tages", das Interview "Augenblicke", kurze Berichte über allee was am Vortag "Aufgeschnappt" wurde, der "Klartext", das Portfolio mit Messeschnappschüssen und einen Cartoon. Insgesamt sechzehn Seiten Text & Bild, die erst einmal gefüllt werden mussten.
Nachtschicht
Eigentlich war geplant, mit dem Schreiben vor dem Abendessen und dem Setzen und Ausdruck der Ausgabe dann vor Mitternacht fertig zu sein. Ich war daher einigermaßen erstaunt, als ich am Mittwoch auf die "boot" kam und vernahm, dass die Redaktion generell eher nicht vor drei Uhr morgens ins Bett kam. Das war ja eigentlich zu erwarten, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und so meldete ich mich dann an meinem ersten Abend auch erst gegen 2.30 Uhr ab. Bitter traf es Oliver, der für uns die Ausgabe layoutete. Nicht nur musste er warten, bis auch die letzte Bildunterschrift qualitätsgeprüft war. In seinem Zimmer standen auch die Drucker, so dass er nicht einmal in Ruhe schlafen konnte, auch wenn ein anderer die Überwachung des Ausdrucks übernahm. In so einem Fall hilft auch das schönste Einzelzimmer nicht.
Hört sich nach harter Arbeit an und war es auch. Es war aber auch ein Riesenspaß und die gute Stimmung im Team sowie der eine oder andere Ouzo erleichterten die Arbeit und machten den Qualitätsjournalismus bis in die frühen Morgenstunden möglich.
Paukenschlag
Dass DiveInside mehr als nur Klatsch und Tratsch aus Halle 3 zu bieten hatte, bewies gleich die erste Ausgabe. Ein hart recherchierter investigativer Artikel über das "Makro-Paradies" Philippinen lies am Sonntagmorgen die Emotionen hochkochen und schlug große Wellen. Die Empörung bei Veranstaltern, die den Inselstaat im Angebot haben, Tauchbasen, Hotelbesitzern und sogar dem Department of Tourism der Philippinen war hoch. Letztlich lassen sich die Fakten nicht entkräften, aber man kann mit so einem Artikel verschieden umgehen. Die Betroffenen entschieden, sich der Kritik in einer Diskussionsrunde mit DiveInside zu stellen, was zu dem wohl konstruktivsten Gespräch der Messe führte. Eine bisher einzigartige Vorgehensweise, die hoffentlich in Zukunft auch Nachahmer findet.
Der Artikel und das Gespräch, das auch im Magazin wiedergegeben wurde, hatte noch einen weiteren positiven Effekt. In den nächsten Tagen kam immer wieder das Thema kritischr Journalismus auf. Auch von Tauchbasen wurde teilweise der Wunsch geäußert, dass die Berichterstattung insgesamt durchaus auch kritischeren Aspekten der jeweiligen Tauchdestinationen widmen könnte. Der ursprüngliche Artikel von Linus Geschke und die Diskussion sind in den folgenden Messemagazinen nachzulesen:
- Philippinen: Der gewollte Schein (PDF: 1,5 MB)
- Philippinen: Talk am Tisch (PDF: 1,5 MB)
Rückblickend kann man sagen, dass sich die Arbeit am Messemagazin mehr als gelohnt hat. Die Resonanz in Halle 3 war groß und selbst an den Ständen von "Unterwasser" und "tauchen" wurden die Ausgaben jeden Morgen mit großer Aufmerksamkeit gelesen. DiveInside stieß aber nicht nur bei den Ausstellern auf großes Interesse, auch die Leser im Internet luden in großen Zahlen die als PDF bereit gestellten Ausgaben der DiveInside herunter. Wie groß der Anklang bei ihnen war, konnte man an den Forenbeiträgen im Taucher.Net sehen, als wir aufgrund von Zeitmangel nicht dazu kamen, die Versionen für den Download zu erstellen und in die Site einzuhängen.
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