boot 2007

Bauer im Einsatz für die Wissenschaft

4. Juli 2005 – nach langer Vorarbeit beginnt Arqueonautics Subaquática, S.A. die Ausgrabung des portugiesischen Schiffswracks Nossa Senhora da Consolação, das 1608 vor Mosambik gesunken war.

Das Wrack liegt in einer Tiefe von ungefähr 5m und ist von einer 1,5m dicken Sandschicht bedeckt. Wichtig für so eine Expedition ist die Zuverlässigkeit der Ausrüstung. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die klimatischen Verhältnisse und die Ersatzteilversorgung um Mosambik äußert schwierig sind. Aus diesem Grund entschied sich Arqueonautics Subaquática, S.A., bei der Luftversorgung auf den Kompressor Mariner von Bauer Kompressoren zu setzen.

Diese Kooperation ist der erste Hingucker am Messestand von Bauer. Bauer feierte im vergangenen Jahr seinen 60. Geburtstag und ist heute mit 12 Tochterunternehmen global tätig. Das Unternehmen gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Kompressoren zur Verdichtung von Atemluft. Dabei setzt Bauer auf Qualität "Made in Germany": Forschung und Fertigung des expandierenden Unternehmens sind in und um München angesiedelt. DiveInside unterhielt sich mit Ralf Deichelmann, um mehr über B-Trox, der von Bauer entwickelten und weltweit einzigartigen Anlage zur Herstellung von Nitrox bis 40% Sauerstoffanteil, zu erfahren.

Bereits zur "boot" 2005 war B-Trox schon fertig entwickelt, wurde aber nicht vorgestellt. "Auch wenn es für uns schmerzlich war, die Anlage nicht in dem Jahr zu präsentieren, in dem Nitrox im Mittelpunkt des Interesses stand," erläutert Deichelmann, "war es uns auch wegen der rechtlichen Lage wichtig, zu warten, bis die technische Einwandfreiheit des System von einem unabhängigen Institut überprüft wurde."

Die Problematik des Zusammenspiels von Sauerstoff, Druck, Öl und Temperatur wurde schon bei der Entwicklung von B-Trox eingehend untersucht. Daraus resultieren folgende Alleinstellungsmerkmale des Systems:

  • 4-stufige Blöcke, um bei der Verdichtung die Temperatur niedrig zu halten
  • Alle einzelnen Stufen haben einen internen Sensor, der die Temperatur überwacht und bei Überschreiten des sicheren Temperaturbereichs (weit vor dem Erreichen des kritischen Bereichs) die Anlage automatisch abschaltet.
  • Alle Komponenten sind auf Sauerstoffverträglichkeit geprüft. Dies geht über die reine Sauerstoffreinheit hinaus und bedeutet, dass die Komponenten vom Sauerstoff nicht so schnell angegriffen werden, was die Langlebigkeit des Systems unterstützt.
  • Die Verwendung eines speziellen synthetischen Öls, welches auch im Zusammenspiel mit Sauerstoff die Sicherheit gewährleistet.

 

 


Ralf Deichelmann
mit dem Kompressor Mariner

In langen Versuchsreihen des eigenen Prüfungszentrums und des TÜV Süd wurde die Sicherheit von B-Trox bestätigt. Das System erhielt als weltweit erste Membraneinheit zur Herstellung von bis zu 40%igem Nitrox das TÜV-Siegel. "Dies ist besonders für den gewerblichen Bereich wichtig, denn gewerblich betriebene Anlagen benötigen eine Abnahme durch den TÜV zum Flaschenfüllen," erklärt Ralf Deichelmann. "Die Besonderheit des B-Trox Packages liegt aber auch darin, dass es sich um ein schlüsselfertiges System handelt: Zum Großteil ist es ein Komplettsystem, so dass im Betrieb keine sicherheitskritischen Komponenten angefasst werden müssen." Deutsche Tauchshops bekommen somit eine TÜV-geprüfte Anlage, bei deren Betrieb kaum Fehler unterlaufen können.

Diese Sicherheit ist aber nicht nur in Deutschland relevant, sondern auch bei ausländischen Tauchbasen. Das Reiserecht sieht vor, dass Veranstalter permanent überprüfen müssen, dass die Sicherheit der Gäste gewährleistet ist. Bei Unfällen, die durch den unsachgemäßen Betrieb einer Nitroxanlage verursacht werden, könnte der Veranstalter in Haftung geraten. "Es ist daher in Zukunft immer wichtiger, dass Nitroxanlagen den deutschen Standards genügen und auch hier setzt das Komplettsystem B-Trox an," so Ralf Deichelmann. "B-Trox ist sicheres Nitrox von Bauer!"

Sicherheit bei der Herstellung, Sicherheit beim Atmen - Nitrox Atemgas spielt bei flachen Tauchgängen in der UW-Archäologie eine wichtige Rolle. Das spiegelt sich auch im zweiten Blickfang am Bauer-Stand wider. Ein großes Diorama zeigt Wrackforschung in Aktion: Archaeomare, das Institut für marine & maritime Forschung stellte für den Stand von Bauer eine wissenschaftliche Fundsituation nach, komplett mit sandigem Meeresgrund, den Holzüberresten eines Bootes und Artefakten (für die natürlich keine echten historischen Gegenstände verwendet wurden). Komplettiert wird die Szene von einem Taucher, der über dem Wrack schwebend die Vermessung durchführt.

Weitere Informationen unter: www.bauer-kompressoren.de



              
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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 19-Jan-11 12:38