TNT IX - Schweiz

Samstag, 04.10.03 - der Vierwaldstätter See

Vierwaldstätter See
Am Vierwaldstätter See

Nach dem Aufstehen ein erster Blick aus dem Fenster - Nieselregen, aber zwischen den wolkenverhangenen Bergen spitzelte die Sonne heraus. Sollte sich das Wetter zu unseren Gunsten bessern? Zuerst einmal aber gab es ein herzhaftes Frühstück, bei dem wir den heutigen Tauchtag planten. Zwei Seen standen auf dem Programm: Vierwaldstätter See und Walensee. Nach dem Frühstück packten wir die frisch gefüllten Flaschen in die Autos und fuhren Pascal hinterher, denn er hatte uns einen besonders schönen Tauchplatz versprochen. Nachdem auch wir bei Küsnacht durch diese hohle Gasse gekommen waren, lag der Vierwaldstätter See auch schon vor uns. An einem Parkplatz am See warteten Jackies Bruder und sein Buddy. Am Ufer führte uns Pascal zu den Einstiegen und briefte uns. Der Tauchplatz bietet alles, was ein Süßwassertaucherherz höher schlagen lässt: Canyons, eine tolle Steilwand und einen interessanten Flachbereich.

Ein Hai im Vierwaldstätter See?

Beim Anrödeln
Beim Anrödeln

Also flugs angerödelt und die Buddyteams eingeteilt. Verstärkt durch Boris formierte sich auch das wohl dienstälteste TNT-Buddyteam mit Jessica und Nowotaucher. Plan für dieses Team war es, erst durch die Canyons zu tauchen, um den dort befestigten Plastikhai zu suchen, und dann die Steilwand hinab. Aber kaum abgetaucht, wirkte die Steilwand wie ein Magnet, der das Dreierteam in die Tiefe sog. Alle drei waren sich einig (und die anderen Teams bestätigten dies), dass die Steilwand etwas ganz Besonderes war. Uns wurden grandiosen Sichtweiten geboten und unterhalb von 40m war noch genügend Oberflächenlicht vorhanden, so dass die Lampen nur benötigt wurden, um Details genauer zu beleuchten. Beim Austauchen entdeckte Jessica dann tatsächlich einen Hai, der mit offenem Maul auf uns herabschaute.

Die TNTler am Vierwaldstätter See
Die TNTler am Vierwaldstätter See

Bei genauerem Hinsehen erwies er sich als eine höchst kuriose Gesteinsformation, die aus dieser Perspektive verblüffend haiähnlich aussah. Der restliche TG war gemütlich im Flachwasserbereich, wo wir wenig Fische, aber dafür einen zur Fratze geschnitzten und ausgehöhlten Kürbis auf 5m, der an das jährliche Halloweentauchen eines örtlichen Vereins erinnerte. Als wir aus dem Wasser kamen, waren alle begeistert, nicht nur von der Steilwand, sondern auch besonders von den großen Fischen im Flachbereich, die sich aber bei uns anscheinend gut versteckt hatten.

Nach dem üblichen Umziehen im Nieselregen ging es zum Mittagessen zurück zum Hotel Baumgarten. Während Ioannis und Jessica die Flaschen zu Pascal brachten, überlegten sich die anderen schon, was sie essen wollten. Am Vortag hatte sich die frisch gemachte Kürbissuppe als sehr lecker herausgestellt und sie wurde auch an diesem Tag der große Renner. Lang Zeit für das Essen hatten wir nicht, denn der nächste Tauchplatz war ca. 1 Stunde entfernt und wir wollten ja rechtzeitig zum Spezialabendessen zurück sein!



              
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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 15-Jun-10 23:09