TNT VII - Ostsee

Donnerstag 01.05. Kap Arkona

Muschelzählen auf dem Ostseegrund

Verstauen der Flaschen
Verstauen der Flaschen

Kurz vor 7 Uhr war die Nacht dann vorbei! Unsanft wurden wir von der Stimme des Kapitäns geweckt, der über Lautsprecher verkündete: "Werte Gäste, um 7.30 Uhr findet an Deck eine Sicherheitseinweisung statt. Anschließend muss alles Tauchgepäck für Sturmfahrt gesichert werden!" STURMFAHRT - sind wir hier auf "Das Boot"??? Na, das kann ja heiter werden. Mehr oder weniger wach schleppten sich eine halbe Stunde später die Taucher an Deck, um zu lernen, wie eine Rettungsweste angelegt wird und wo sich die Überlebensanzüge befanden. Dann folgte der wirklich harte Teil: Wie sollten bloß mindestens 8 Doppelpacks sturmsicher verstaut werden? Nachdem auch dieses Problem gelöst war, folgte das Frühstück, während das Schiff ablegte.

Nachttauchgang unter der Artur Becker

Fertigmachen für den Nacht-TG
Fertigmachen für den Nacht-TG

Wegen des Sturmes konnte leider am ersten Tag kein Wrack angefahren werden, so dass die Artur Becker vor Kap Arkona, Rügen ankerte und auf Wunsch ein TG am 12m tiefen Ostseegrund stattfinden konnte, was sich allerdings als Sandgrund mit Muschel bewachsenen Steinen herausstellte - also nicht sehr spektakulär. Die Sicht war mit 15m phantastisch, schade, dass es nichts zu sehen gab! Höhepunkt war ein großer Anker mit Kette daran und dessen 20m-Schleifspur. Die Kette führte sogar zu einem Schiff, leider kein Wrack aber dafür zurück zur Artur Becker, wo heißer Tee auf die Taucher wartete. Offensichtlich ließen sich nicht alle Taucher abschrecken und sprangen nach dem Abendessen noch für einen Nachttauchgang in die 5 Grad kalten Fluten. Im Vergleich zum Nachmittagstauchgang fiel auf, dass sich die Muscheln geöffnet hatten, das war alles! Kein Fisch weit und breit.

Die Mehrzahl der Teilnehmer war jedoch schlauer, indem sie den Nacht-TG ausfallen ließ und gleich zum Dekobier überging. Ob Tekkie oder Luftanhänger, in diesem Punkt sind alle gleich. Obwohl sich auch bei diesem Treffen die meisten Leute vorher nicht gekannt hatten, zeigte sich auch dieses mal wieder, dass Taucher.net'ler eine fröhliche Truppe sind und es entwickelten sich schnell Gespräche. Durch die Anwesenheit von Brian & Anke war eines der Hauptthemen die Unterschiede zwischen britischem und deutschem Tauchen, insbesondere die geringe Verwendung von Nitrox in Deutschland.



              
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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 15-Jun-10 22:06