TNT X - Fernsteinpass

Der Samerangersee

Der Samerangersee
Der Samerangersee

Nach einer gemütlichen Oberflächenpause mit Wurstsemmel und Limonade und Blick auf den Fernsteinsee im tollen Alpenpanorama, machten wir uns auf den Weg zum Samerangersee.

Nach nicht einmal fünf minütiger Autofahrt durch ein Waldstück sahen wir den Samerangersee und gelangten zum Parkplatz. Auch hier gab es wieder eine Holzhütte zum bequemen Umziehen für die Taucher. Das Tauchen in dieser Perle Tirols ist streng reglementiert, es dürfen maximal 6 Taucher gleichzeitig im Wasser sein. Daher muss man sich auch für Tauchgänge im Samerangersee an der Rezeption des Hotels anmelden.

Da wir bis zu unserem Timeslot noch etwas Zeit hatten, sahen wir uns erst einmal den See von außen an. Auf den ersten Blick wirkt der See erst einmal sehr klein - mit Sicherheit ist es der kleinste See, den ich je betaucht habe. Aber schon von außen sah man auch, wie klar der Samerangersee ist. Fast glasklar wirkte der Uferbereich und versprach uns einen wirklich außergewöhnlichen Tauchgang.

Es war langsam an der Zeit, daher gingen Jessica, Dirk und ich zu den Autos zurück und fingen gemütlich an, uns anzurödeln. Dabei lernte ich die "Umkleidehütte" wirklich zu schätzen, denn auch ohne aktuellen Regen war der eigentliche Parkplatz etwas aufgeweicht.

Der Tauchgang im Samerangersee

Jessica im Sameranger See
Jessica im Samerangersee

Als das vorherige Team aus dem Wasser stieg, waren wir fertig angerödelt und konnten unseren Tauchgang beginnen. Flossen anziehen und ein letzter Buddycheck wurden wieder durch die Treppen am Einstieg vereinfacht. Auch hier sorgt die Treppe natürlich dafür, dass das übliche Geschlamme im Einstiegsbereich unterbunden wird. Dann setzten wir die Masken, flosselten ein Stück hinaus und tauchten ab ...

... in eine fast glasklare Unterwasserwelt! Die Sicht war wirklich unbeschreiblich, im Vergleich zum Fernsteinsee legte sie noch einmal um mehr als 100% zu. Meine Schätzung liegt bei einer Sichtweite von ca. 30m! Auch hier bestimmt die Nährstoffarmut die Unterwasserwelt: Karger schlammiger Boden, geringer Pflanzenbewuchs und Schleimalgen. Die einzigen Fische waren Kümmerformen von Forellen, die man aber auch nur vereinzelt sah.

Unterwasser-Mikado
Unterwasser-Mikado

Nach knapp 25m ging fiel der Seeboden dann (relativ) steil von 6m auf ca. 20m ab. Von hier aus konnte man schon die Baumstämme sehen, die am gegenüberliegenden Ufer lagen. Ähnlich wie im Blindsee sind auch im Samerangersee die versunkenen Baumstämme die Hauptattraktion (abgesehn von der gigantischen Sicht natürlich, die die Sichtweite im Blindsee weit übertrifft). Die Baumstämme liegen im Uferbereich wie riesige Mikadostäbe über- und untereinander an der Uferböschung und bieten dem Unterwasserfotografen vielfältige Motive.

Da aber sowohl unser Timeslot nicht ewig war und unserem Halbtrockentaucher bei ca. 6 Grad auch nicht wärmer wurde, machten wir uns nach einer Weile auf den Heimweg. Wieder genossen wir es, indem klaren Wasser gleichsam über dem Boden zu schweben. Das letzte Mal erlebte ich eine solche Sicht in Mexico bei einem Cenotentauchgang (die aber noch einmal deutlich besser war).

Nowotaucher im Samerangersee
Nowotaucher im Samerangersee

Besonders schön war natürlich, dass auch am Nachmittag die Sicht noch so gut war, obwohl vor uns schon einige Teams unterwegs waren. Man muss einfach sagen, dass der Samerangersee (und auch der Fernsteinsee) für Anfänger nicht geeignet ist. Wer nicht tarieren kann, sollte hier nicht tauchen, denn er verdirbt sich und den anderen den Tauchspaß. Aus dieser Sicht sind auch die generelle Beschränkung des Tauchens auf Hotelgäste und die spezielle Beschränkung des Samerangersees nicht nur verständlich, sondern auch sehr zu begrüßen!

Als Resümee des Tauchtages kann man sagen, dass beide Seen einen Besuch wert sind, der Tauchgang im Sameranger See aber wirklich ein ganz besonderes taucherisches Highlight ist, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Das Taucher.net-Treffen Abendessen

Natürlich geht es bei Taucher.net-Treffen ums tauchen, aber mindestens genauso wichtig ist das gemütliche Beisammensein, das persönliche Kennenlernen von Leuten, die einem bisher nur mit ihren Nicks bekannt waren und natürlich das Wiedersehen mit alten Bekannten! Schon vor dem Essen trafen wir uns daher auf ein Schwätzchen an der Bar, um ein Dekobier (bzw. Deco-Spezi) zu schlürfen und taucherische Anekdoten auszutauschen.

Wie bei vielen anderen Treffen, so kamen wir auch hier kulinarisch auf unsere Kosten. Vom Salad- über das Fischbuffet, Suppe und leckerem Hauptgericht bis zur Nachspeise wurden wir bestens versorgt.

Für mich begann leider direkt nach Essen die Heimreise, aber trotzdem hat sich dieser Tag super gelohnt. Für das Heimfahren am späten Abend wurde ich wenigstens mit freier Sicht und Straße belohnt, so dass ich nach Herzenslust den Fernsteinpass rauf und runter kurven konnte.

Mehr Tauchfotos gibt es in der Samerangersee Gallerie



              
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Photogalerien

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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 24-Jul-10 15:49