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08.-10.10.04 Fernsteinpass, Österreich

Der Fernsteinsee

Wenn man auf dem Weg nach Südtirol den Fernpass entlang fährt, den Blindsee rechts liegen lässt und über die Passhöhe wieder ins Tal fährt, kommt man am Hotel Schloss Fernstein vorbei, malerisch an einem wunderschönen See gelegen.

Schloss Fernstein
Schloss Fernstein

Jedesmal dachte ich daran, wie toll es in den zum Hotel gehörenden Seen zum Tauchen sein muss, Freunde hatten mir von außerordentlichen Sichtweiten berichtet. Aber irgendwie war ich noch nicht in die Seen gekommen, was auch daran liegt, dass Tagesausflüge ausgeschlossen sind und man mindestens zwei Nächte im Hotel übernachten muss, um dort tauchen zu dürfen.

Als daher für das 10. Taucher.net-Treffen der Fernsteinsee angesprochen wurde war ich sofort begeistert. Zwei Tage vorher dann der Dämpfer - es war mir nur möglich, am Samstag teilzunehmen. Aber wenigstens an diesem Tag ging es (auch wenn es so gesehen eine extrem teure Tauchgenehmigung war.

Anfahrt zum Fernsteinsee

Der Fernsteinsee
Der Fernsteinsee

Früh morgens ins Auto gestiegen und bis Füssen im dichten Nebel gefahren. Dahinter bis zum Fernsteinpass Sonnenschein. Anschließend wieder Nebel. Prima - mal wieder das übliche Wetter beim Tauchernettreffen. Die anderen waren noch beim Frühstück, wo in gemütlicher Atmosphäre die Buddyteams zusammengestellt und die Tauchgänge des Tages geplant wurden. Jessica, Dirk und ich beschlossen am Vormittag erst einmal im Fernsteinsee einzutauchen und dann am Nachmittag den Samerangersee zu betauchen.

Der Tauchgang im Fernsteinsee ...

Jessica am  Felsen
Jessica im Fernsteinsee

Einen kleinen matschigen Waldweg am See entlang ging es mit dem Auto zum Einstieg 3. Dort angekommen stellten wir fest, dass eine kleine Hütte mit Veranda trockenes Umziehen auch bei Regen ermöglicht, was natürlich sehr praktisch ist. Da es noch trocken war, benötigten wir die Veranda nicht. Als wir fertig angezogen waren, fing es dann aber zu Regnen an - Sonnenlicht für Unterwasserfotos wäre natürlich schön gewesen, ich beschloss trotzdem die Kamera mitzunehmen.

Der Einstieg war super tauchgerecht - eine Kiestreppe führte flach ins Wasser, so dass man Flossen anziehen konnte, ohne Schlamm aufzuwirbeln. Sofort nach dem Abtauchen zeigte sich, dass die Sichtweite nicht schlecht, aber auch nicht optimal war und schätzungsweise bei 15m lag. Für alte Nullsicht-Schlammgtaucher wie mich also schon mal wirklich ein optisches Aha-Erlebnis. Gemächlich schwammen wir durch den See, dabei war ich immer auf der Suche nach Photomotiven. Durch die gute Sicht konnte man trotz mangelnden Sonnenscheins viele Bilder machen.

Äste mit Schleimalgen
Schleimalgen an Ästen

Die Nährstoffarmut des Sees zeigte sich am geringen Bewuchs und den relativ wenig vorhandenen Fischen. Ein Großteil des Bodens und der herumliegenden Äste war von Schleimalgen bedeckt. Teilweise hatte man das Gefühl über eine bizarre Science Fiction Kulisse zu schweben. Der Tauchgang ging über kahle rötlich-braune Hügel, aus denen vereinzelt Äste und Steine herausragten.

... bei Sonnenschein!

Wir waren gerade umgedreht, um zum Einstieg zurück zu tauchen, als der Himmel aufriss und Sonne den See erleuchtete. Der Unterschied zu vorher war gravierend. Das Spiel der Sonnenstrahlen im Wasser verlieh der bizarren Unterwasserlandschaft eine ganz besondere Note! Für den Rückweg tauchten wir eine andere Route, die uns über dichten Unterwasserbewuchs führte. An dieser Stelle war auch eine größere Anzahl Forellen zu sehen, die nach Nahrung suchten.

Ein Baumstamm unter Wasser
Baumstamm unter Wasser

Zurück am Einstieg drehten wir noch eine kleine Runde, denn besonders in diesem Bereich zeigte sich der Fernsteinsee bei Sonnenschein von seiner schönsten Seite und lud dazu ein, viele Bilder zu machen. Insgesamt also ein wirklich lohnenswerter Tauchgang, der die Erwartungen mehr als erfüllt hat.

Zurück an Land beschlossen Jessica, Dirk und ich, die Mittagspause hier am See zu verbringen und das grandiose Alpenpanorama zu genießen, ehe wir uns zum zweiten Tauchgang im Samerangersee auf den Weg machten.

Mehr Tauchfotos gibt es in der Fernsteinsee Gallerie



              
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Photogalerien

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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 24-Jul-10 15:49