Der Starnberger See

Die erste Ausfahrt des Jahres geht meistens an den Starnberger See. Südlich von München auf 584 m über NN gelegen, ist der Starnberger See Bayerns zweitgrößter See (nach dem Chiemsee). Die maximale Länge beträgt von Starnberg bis Seeshaupt um die 21 km, die maximale Breite liegt bei 4 km (Tutzinger Bucht). Die maximale Tiefe liegt bei 128m.
Der Starnberger See bietet bei Allmannshausen eine Steilwand, die Tauchers Herz höher schlagen lässt. Nicht ganz so heftig wie die Galerie am Walchensee (natürlich auch nicht so tief), aber dennoch sehr schön und beeindruckend.

Um zu dieser Steilwand zu gelangen, ist es am einfachsten, zur Wasserwachtboje hinauszuschnorcheln und dann an der Boje abzutauchen. Die Boje ist auf ca. 12m am Grund vertäut. Bei guter Sicht kann man von hier aus schon die Abbruchkante zur Steilwand sehen. Bei schlechter Sicht muss man in westliche Richtung tauchen. Die Kante ist ca. 5m von der Boje entfernt. Hat man die Abbruchkante erreicht, sieht man schon, wie die Wand fast senkrecht abfällt. Ein letztes Vergewissern, dass mit Ausrüstung und Partner alles stimmt, dann geht es ab in die Dunkelheit. Und die ist nicht zu unterschätzen. schon auf 20m ist die Oberfläche nur noch ein schemenhaftes Grün, unter einem ist Finsternis. Hier ist eine starke Lampe keine Zusatz-, sondern Grundausrüstung. Deshalb sollte auch immer eine Ersatzlampe mitgeführt werden, denn Lichtverlust im Starnberge See auf 30m ist bitter.

Nach dem man den tiefsten Punkt erreicht hat, beginnt der Aufstieg. Gemütlich kann man die Steilwand entlang tauchen. Jetzt hat man auch meistens die Muße sich nach Leben umzusehen. Man findet den ein oder anderen Saibling, auch Aalrutten und Forellen wurden schon gesehen. In höheren Gefilden findet man Muscheln und Süßwasserkrebse. Verglichen mit anderen Seen ist der Tauchplatz bei Allmannshausen nicht wirklich reich gesegnet mit Unterwasserlebewesen - aber das ist ja auch nicht die Hauptattraktion!
Wie bei jeder Steilwand ist auch hier saubere Tarierung elementar wichtig! Aus diesem Grund dürfen bei dieser Ausfahrt nur höher brevetierte Taucher eigenständig tauchen. Anfänger werden daher meist nicht mitgenommen.
Informationen zum Tauchen im Starnberger See
Tauchspots
Der beste Tauchspot am Starnberger See ist meiner Ansicht nach die Steilwand von Allmannshausen. Natürlich ist dieser Tauchplatz, wie oben beschrieben, eher etwas für fortgeschrittene Taucher. Für Anfänger gut geeignet ist das "Paradies" bei Possenhofen.
Tauchgenehmigung
Für das Tauchen im Starnberger See ist keine spezielle Tauchgenehmigung nötig. Allerdings muss die Allgemeinverfügung beachtet werden, die das Tauchen im Starnberger See regelt.
Unter Links finden sich die Allgemeinverfügung und die Erweiterung der Allgemeinverfügung.
Lage und Anfahrt
Der Starnbergersee ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Von Norden über die A 96 oder von Osten über die A 95, der Starnberger See ist von allen Richtungen leicht zu erreichen.