Der Blindsee

Der Blindsee ist eine echte Perle unter den Bergseen. Zwar gibt es welche mit sehr viel besseren Sichtweiten, aber der Blindsee bietet eine tolle Unterwasserwelt und reichhaltigen Fischbestand. Auf knapp über 1000m gelegen, ist er umrahmt von einem grandiosen Alpenpanorama. Für nichttauchende Partner, wie auch für Taucher in der Oberflächenpause ist die knapp einstündige Umrundung des Sees interessant!
>Was gibt es unter Wasser zu sehen? Hauptattraktion sind die Stämme versunkener Bäume, Überreste von Gerölllawinen. Dort findet sich auch der größte Teil der Fische des
Blindsees: Hauptsächlich Zander, Elritzen, Renken und auch Forellen.
Beim Einstieg (neben dem Bootshaus) finden sich auf 8m und 16m zwei UW-Übungsplatformen, man muss nur der Leine am Bootshaus folgen. Von da aus geht es weiter hinunter auf bis zu 24m, zu sehen gibt es allerdings außer Geröll und Sand nicht mehr so viel. Gegenüber des Bootshauses befindet sich noch eine kleine Steilwand - hier ist etwas Vorsicht angesagt, denn es ist schon öfter vorgekommen, dass Kinder vom Wanderweg her Steine auf Taucher geschmissen haben!

Es hat etwas Magisches, über und unter die Bäume hindurch zu tauchen. Wie ein riesiges Mikadospiel liegen die Baumstämme übereinander und bieten nicht nur Tauchspaß, sondern auch tolle Photogelegenheiten.
Nach dem Wald wirken die tiefer gelegenen Teile des Sees fast enttäuschend leer. Dazu kam bei unserem letzten Besuch, dass im Bereich bis 5m eine angenehme Temperatur von 18°C herrschte - darunter wurde es empfindlich kühler (auf 20m waren es frische 7°C)! Trotzdem lohnt sich natürlich auch der restliche See und unsere Gruppe tauchte bis zur Steilwand und kehrte dann um. Kurz bevor wir wieder den Wald erreichten, beschlossen wir, das vor dem Tauchgang besprochene Experiment durchzuführen: Das Trinken von Caprisonne unter Wasser! Wir holten die Beutel aus Bein-/ und Jackentaschen, zückten die Strohhalme und stachen zu! Erstaunlich mühelos glitt der Strohhalm in den Beutel und auch der eigentlich wichtige Teil (das Trinken) ging nach dem zweiten Schluck erstaunlich einfach. Um eine Erfahrung reicher (und in Zukunft nie wieder durstig unter Wasser) vollendeten wir unseren 80min-Tauchgang.

