Im Hyperbaren-Sauerstoff-Zentrum München

Living in an iron box!
Nachdem wir alle in München das HBO-Zentrum gefunden hatte (es lag durchaus etwas versteckt) teilten wir uns in zwei Gruppen. Während die erste Gruppe in den Ablauf eingewiesen wurde, hatten wir von der zweiten Gruppe genügend Zeit um uns umzusehen. Natürlich war die eigentlich Druckkammer nicht zu übersehen, ein Stahltank mit 12 Plätzen und mehreren Bullaugen zum Rein- und Raussehen. Gleich Anschließend war die Kontrollkammer, von der aus der gesamte Prozess gesteuert und überwacht wird.
Dann ging es los, die erste Gruppe betrat die Kammer, die Schleusen wurden geschlossen und ab ging es. Durch das Bullauge konnte man sehen, wie die Druckanzeige langsam höher kletterte, während die "Trockentaucher" fleißig Druckausgleich machten. Ich ging zur Kontrollkammer, die netterweise voll verglast war, so dass man gut hineinsehen und auch Photos machen konnte. Während in der Kammer der Druck (und natürlich auch die Temperatur) stieg, war die Leiterin der Fahrt im ständigen Audio- und Videokontakt mit der Gruppe. Auf den Monitoren konnte man sehen, wie in der Kammer langsam auch die gute Laune stieg (sie waren inzwischen bei 35m angelangt), man sah lachende Gesichter und eine gewisse ausgelassene Fröhlichkeit der Teilnehmer ließ sich nicht leugnen.

Also zurück zur Kammer und durch das Bullauge gucken. Inzwischen ist man auf der Zieltiefe von 50m (» einem Druck von ca. 6bar) und die Eingeschlossenen durften Übungen absolvieren. Sah schon etwas lächerlich aus. Wie kann man sich nur so anstellen. Mir wird das nicht passieren - ich werde mich schon beherrschen.
Nach den 10 Minuten auf 50m wurde dann der Druck langsam reduziert und die gute Laune sank so schnell wie die Temperatur. Nur die auf der maximalen Tiefe aufgeblasenen Luftballone wuchsen natürlich, bis sie irgendwann platzten. Nach weiteren 40min. war die Fahrt beendet und wir waren an der Reihe.

