Australien - Great Barrier Reef

Tauchen in der Manta Ray Bay

Diveguide Darren
Diveguide Darren

Während das Boot sich mit beachtlicher Geschwindigkeit unserem Tauchplatz näherte, wurden in der Kabine nacheinander drei Briefings abgehalten: für die ausgebildeten Taucher, für die Tauchschüler und Schnupperer und eines für die Schnorchler. Unser Tauchguide Darren briefte uns ausführlich über die Fauna und Flora die wir sehen würden und besprach sehr detailreich alle wichtigen Sicherheitsthemen. Ich muss sagen, dass dies das beste und umfassendste Briefing war, das ich je vor einem Tauchgang hatte. Anschließend teilte er die Teams ein. Da ich von der Gruppe die größte Erfahrung hatte, nahm er mich als Buddy. Zehn Minuten vor unserer Ankunft am Tauchplatz rödelten wir uns an. Die See war sehr rauh, das Schiff rollte in alle Richtungen, daher war es nicht einfach, in das Schlauchboot umzusteigen, das uns zu unserem Tauchausgangspunkt brachte.

Die Riffe  der Whitsundays
Die Riffe der Whitsunday Islands

Obwohl durch die Sturmausläufer die Sicht deutlich reduziert war (5-10m), war der Blick der sich uns bot fantastisch: das Wasser war voller Leben! Wir sahen unter anderem Blue-banded Angelfish, Beaked Coralfish, Longnose Butterflyfish und viele mehr. Die Korallen überboten an Schönheit und Artenreichtum Mexiko bei weitem und das alles nicht einmal innerhalb des eigentlichen Riffes. Darren erwies sich als perfekter Dive Guide, nie aufdringlich zeigte er uns gleichwohl Tiere und Pflanzen die entweder zu klein waren, um von untrainierten Augen gesehen zu werden oder die gut versteckt unter Korallen waren. Da es ein Drift-Tauchgang war musste ich nur meine Augen offen halten und genoß den Tauchgang

Einholen der Schnorchler
Max sammelt die Schnorchler ein

Nach ca. 30 Minuten wurde ein Buddy-Paar nach oben geschick, da ihr Luftvorrat die Sicherheitsgrenze erreichte, das andere Paar, Darren und ich wollten noch weiter unten bleiben. Plötzlich benutzte Darren aber seine Unterwassertröte und signalisierte uns, dass wir alle aufsteigen sollten. Obwohl wir eigentlich noch mehr als genug Luft hatten, folgten wir ihm und bald war klar, warum er hoch wollte: Zwischen 10m und 5m war eine extrem starke Strömung, die das andere Paar (und jetzt uns) extrem schnell aus der Bucht trieb und unter diesen Umständen wollte Darren natürlich, dass die Gruppe zusammen bleibt. Während wir uns langsam der Wasseroberfläche näherten hörten wir den Motor des Schlauchbootes - Max war schon auf dem Weg, um uns zu holen. An der Wasseroberfläche sahen wir, wie weit uns die Strömung hinausgetrieben hatte und wie sehr sich der Zustand der See verschlechtert hatte. Der Wellengang war beträchtlich, es war völlig ausgeschlossen, dass wir in das Schlauchboot stiegen. Also warf Max uns eine Leine zu und zog uns zum großen Boot. Für uns Taucher war das ein riesiger Spaß, nicht so sehr für die Schnorchler, die aus der geschützten Bucht auf gleiche Weise zum Boot gebracht wurden. Einige Passagiere fühlten sich an Bord sofort seekrank und alle waren froh, als sich das Schiff in Richtung Hamilton Island in Bewegung setzte.

Der exzellente Pre-Dive Service setzte sich mit einem ebenso exzellenten After-Dive Service fort. Frische Früchte, Fruchtkuchen Tee und Kaffe wurden an alle verteilt. Eine Tauchgangsnachbesprechung und der Logbucheintrag vollendeten einen aufregenden und durchaus nicht alltäglichen Tauchgang.

 



              
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Außer wenn gesondert angegeben: Texte und Photos & Illustrationen © 1999 - 2012 Andreas Nowotny

Letzte Änderung 16-Jun-10 12:24