Action Show - Hobby & Freizeit 2000

¤ Vorgeschichte ¤ Vorbereitung ¤ Aufbau ¤ Die Messe-Shows ¤

Vorgeschichte

Es war einmal ein kleiner Tauchclub in Augsburg mit Namen TSC Alpha, der gemütlich seinen Dingen nach ging. Es wurden Ausfahrten unternommen, Fortbildungen veranstaltet, hauptsächlich aber einfach getaucht.

Die TSC-Alpha Crew - bereit zur Actionshow
Die TSC-Alpha Crew - bereit zur Actionshow

Da begab es sich, dass in der Fuggerstadt eine Messe mit dem Namen Hobby & Freizeit ihre Pforten öffnen sollte. Besagter Club wurde gefragt, ob er auf der Wasser Actionbühne des Lokalradiosenders RT1 eine Tauchsportvorführung zeigen wolle. In diesem Club gab es einen Marco, der eine günstige Gelegenheit sah, das Messezentrum wahlweise unter Wasser zu setzen oder in die Luft zu sprengen. Also rief er zu einer großen Versammlung in der Tauchschule, um den anderen seine Pläne mitzuteilen. Und sie kamen in Scharen

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Die Vorbereitung

Das Publikum wartet gespannt
Das Publikum wartet gespannt

Es war tatsächlich eindrucksvoll, wie viele Clubmitglieder dem Aufruf gefolgt waren und sich zur ersten Besprechung in der Tauchschule eintrafen. Die Geschichte der Show ist schnell erzählt:

Der Moderator wird von zwei schwarz gekleideten Gangstern ins Wasser geschmissen und geht unter. Die Gangster hauen auf Jet Ski ab. Ein General schickt seine Kampftaucher ins Wasser um den Moderator zu retten und nach erfolgter Mission in den Urlaub. Das Ganze in ca 10 Minuten mit schmissigem Soundtrack und knalliger Pyrotechnik.

Räuber auf der Flucht, da brodelt das Wasser
Räuber auf der Flucht

Schnell wurde klar, dass das Unterfangen von einigen Problemen gefährdet war. Die Taucher waren der größte Stolperstein - für die zwei Wochenenden der Hobby & Freizeit waren je 6 Shows angesetzt, pro Show mussten ca. 15 Taucher im Einsatz sein. Gerade die Kampftaucher sollten auch in möglichst identischer Ausrüstung erscheinen - woher nehmen und nicht stehlen? Wo bekommt man in Deutschland Jet Ski? Pyrotechnik die toll aussieht und für die man keinen Schein braucht!

Polizeieinsatz im Messezentrum!
Polizeieinsatz im Messezentrum!

Trotz aller Probleme begannen wir mit den Proben. Die Kampftaucher mussten lernen sich mit voller Ausrüstung rhythmisch zu bewegen (gar nicht so einfach) und (ohne Gerät) den Can-Can zu tanzen. Die Blubbertaucher mussten auf Kommando (endlich mal ein gescheiter Einsatz für eine Hammerhead-Tröte) PTGs abströmen lassen, ihre Position ändern und Plastikbälle an die Ober-fläche schießen lassen. Die Moderatoren mussten lernen, nach dem Sturz ins Wasser die bereit liegende Maske auszublasen und aufzusetzen, und den vorbereiteten Automaten in den Mund zu nehmen.

Mit Wasserbällen Kurse gewinnen
Wir verlosen Tauchkurse

RT1 bekam aber dann doch kalte Füße bei der Vorstellung die Moderatoren zwei ganze Wochenenden in das nur 10°C kalte Wasser zu schmeißen, so dass zumindest dieser Part von einem unserer Leute unseres Clubs ohne spezielles Training übernommen wurde. Bei der Verlosung der Kurse (man musste drei Bälle in ein Wasserballtor werfen) ließen sich die Moderatoren aber nicht lumpen und sprangen ins Becken.
Aqualung stellte netterweise Ausrüstung zur Verfügung und Jet-Ski und Pyrotechnik wurden auch besorgt. Es sah aus, als ob alle Probleme beseitigt seien.

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Aufbau

6 Shows am Tag - das schlaucht!
Erschöpft!

Natürlich ging nicht alles so glatt, wie wir dachten. Das merkten wir spätesten am Mittwoch vor der Messe, als wir die Kabel für die Pyrotechnik installierten und die Jet-Ski ausprobierten. Das Becken war 30m breit, 16m lang und 90cm tief. Sobald man mit dem Jet-Ski schneller als Schrittgeschwindigkeit fuhr, schwappten die Wellen mit lautem Geklatsche aus dem Becken und ergoss sich über dem Messeboden. Clevererweise verlegten wir die Zündkabel auch erst nach dem Jet-Ski Test, so dass wir nach Beendigung der Arbeit recht feucht waren. Wenigstens gab es keine Probleme mit der Feuerwehr, sie genehmigte die Pyrotechnik anstandslos. Trotzdem machte uns natürlich die Geschichte mit den Jet-Ski Sorgen, die einzige Möglichkeit war, tatsächlich mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, was natürlich die Dramatik etwas senkte.

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Die Messe-Shows

Das große Finale
Das große Finale

Die Auftritte waren wirklich sehr lustig. Nachdem sich die Sicherheitsleute und Aussteller an die Explosionen gewöhnt hatten, liefen die Shows (6 Stück pro Tag) ohne größeren Probleme ab. Alle Beteiligten hatten großen Spaß - allerdings litten die Taucher am zweiten Wochenende unter der zunehmend schlechten Wasserqualität (Rückstände der Feuerwerkskörper) und den kalten Temperaturen im und außerhalb des Wassers - da halfen auch die Cappuccinos und Pizzen nur bedingt. Das Wichtigste aber war, dass diese Show beim Publikum sehr gut ankam!

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copyright Andreas Nowotny 2000



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