- Treffen III
15.-17.9.00 am Walchensee
¤ Die Anreise ¤ Samstag 16.9. - 1.TG - Apnoe ¤ Sonntag 17.9. - 2.TG - 3.TG ¤ Zum Abschied ¤
Die Anreise
Nach dem Erfolg des letzten Treffens in Hemmoor wurde flugs ein neuer Treffpunkt für das Herbsttreffen ausgemacht. Die Süddeutschen setzten sich durch und der Walchensee wurde ausgewählt. Lange war unklar, ob und wann ich genau kommen könnte. Die erfolgreiche Arbeitsplatzsuche verhinderte nicht nur eine definitive Zusage bis eine Woche vor dem Treffen, sondern auch die rechtzeitige Bettenreservierung. Nachdem mich Navis Angebot mit ihm in der Murnauer BW-Kaserne zu nächtigen zwar erfreut hatte, ich aber doch etwas mehr Komfort wollte, quartierte ich mich einfach in Harrys Zimmer ein und teilte ihm das auch 2 Tage vor dem Wochenende mit. Obwohl er mich nur vom Tauchernet her kannte, war es für ihn ok. Danke noch einmal nach Österreich!
Nachdem ich auf diese Weise die Spannung erhöht hatte, fuhr ich nach der Arbeit direkt aus München nach Murnau, noch den Satz "Müsst Ihr denn immer so gefährliche Seen betauchen?" von einer Diskussion am Vortag in den Ohren. Ja - erst das "Todesloch" von Hemmoor, jetzt im berüchtigten Walchensee - bei Tauchernet-Treffen wird es nicht langweilig. Im Unterschied
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Samstag 16.9.
Die Sonne lachte beim Frühstück nicht besonders, aber wir taten es in Vorfreude auf die tollen Tauchgänge des heutigen Tages. Als erstes stand die Galerie auf dem Programm. Vorher nahmen wir noch alle ein kräftiges Frühstück zu uns - und unsere "Preiß'n" einen kleinen "Bayrisch für Flachländer" Kurs, gehalten von einem gebürtigen Münchner. Ich war nur froh, dass mich nicht tatsächlich bayrisch sprechende Ureinwohner der Hochstapelei überführt haben ;-) Nachdem auch unsere Nürnberger zu uns kamen und die letzten Reste verputzt hatten, ging es endlich an den See.
1. TG
Bzw. zum Tauchshop am Kochel wo wir noch schnell Flaschen füllen ließen. Aber dann lag sie vor uns - die berühmt-berüchtigte Galerie. Nachdem wir gegenseitig unsere Ausrüstung bewunderte hatten "Wow - auch ein RoHo Trocki!" "Ahh, das ist also das Wunderteil vom Knedel" "So, wie funktioniert
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Ich wunderte mich schon, dass mein Zimmergenosse und Buddy Harry sein öffentliches "Nie tiefer als 30m" so missachtete, als er mir ein Zeichen gab und wir flugs auf 29,9m wechselten. Auf dieser Höhe genossen wir dann auch die wirklich beeindruckende Steilwand. Wirklich nichts für Leute mit schwachen Nerven und schwacher Tarierung! Gemütlich tauchten wir aus. Ich gab Harry das Zeichen, zum Einstieg zurück zu tauchen. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass er plötzlich verschwunden war. Ganz ruhig! Tief durchatmen! In alle Richtungen umsehen! Harry immer noch weg! Noch einmal gucken, dann austauchen. Ja, an der Oberfläche wartete er auch schon. OK, vor dem nächsten TG noch einmal alle Zeichen durchgehen, auch wenn man die gleiche Ausbildung hat :-)
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Beim anschließenden Umziehen hatten natürlich die Trockentaucher gut lachen - besonders Thomas und ich, da wir natürlich vom letzten TNT noch wussten, wie bitter es ist sich nach dem TG bei ca. 11°C entkleiden zu müssen. Aber wenigstens hatten wir alle ein warmes Mittagessen vor Augen und genossen es im Restaurant über den nächsten TG zu reden. Leider wurde außer Reden nicht voel daraus, weil ein wirklich fieses Gewitter aufzog und über dem See kreiselnd von Berg zu Berg wanderte. Nach viel Palaver im Regen beschlossen wir, uns zu trennen. Die wirklich Harten wollten das Gewitter aussitzen (Thomas, Jan und Navi), Jessica, Peggy und ich beschlossen ins Kochler Panoramabad (mit Rutsche!) zu wechseln, der Rest ging zurück um sich zu entspannen.
Apnoe
Natürlich sind wir nicht einfach so zum Planschen gegangen. Was ein echter Taucher ist, der zeigt auch im Whirlpool, was in einem steckt. Aber der Reihe nach. Im nachlassenden Regen gelangten erreichten wir das Panoramabad Trimini Begeistert stellten wir fest was es alles gibt: Rutsche! Whirlpool! Sprungturm! Heißwasserbecken! Klasse!
Am Anfang ließen wir es noch ganz gemächlich angehen, ein paar mal rutschen und dann war relaxen im Whirlpool angesagt. Dort hielt es uns aber nicht lange und wir gingen ins Freigelände wo wir vor der begeisterten Jugend von Kochel zeigten, was ein richtiger Köpper ist. Steigerung war da natürlich immer möglich und noch heute erzählen sich die Kochler begeistert von dem Simultan-Doppelköpper von Jessica und mir (vom 3 & 1 Meterbrett).
Jetzt aber zum eigentlichen Apnoe-Training. 1. Schritt: Strecketauchen! Im Freibad durchtauchten wir die Breite des Beckens - kein Problem, außer dass der Autor dieser Zeilen wegen seiner Kontaktlinsen die Augen geschlossen hatte und mit dem Finger zu Orientierung die Kachelrinne entlangfuhr und alle drei Apnoeisten den lästigen Schwimmern ausweichen mussten. 2.Schritt: Zeittauchen! Nach der eher kalten Übung im Freibecken begaben wir uns zurück in den Whirlpool. Dort herrschten fast ideale Zustände für warmes & gemütliches Zeittauchen. Fast ideal, weil natürlich alle 5 Minuten der Pool aktiv wurde und es doch um einiges schwieriger ist, in einem tosenden Sprudelwasser die Luft anzuhalten. Zur Entspannung - und um uns f¨r diese tollen Leistungen zu belohnen, wurde dann noch ausgiebig gerutscht. Dass wir kein Hausverbot wegen gefährlicher Rutschpraktiken bekamen, lag sicherlich nur an dem Ruhm den wir uns vorher als Apnoeisten erworben hatten!
Zum Abendessen führte uns Herbert in ein uriges Landgasthaus, dessen Essen alle "Nordlichter" davon überzeugte, dass Bayern wenn auch nicht immer vom Wetter, so doch zumindest kulinarisch ein Genuss ist. Über die Gespräche gibt es nicht viel zu sagen - tauchen tauchen tauchen! Und das in höchster Qualität.
Sonntag 17.9.
2.TG
Nach wohligem Schlaf in bequemen Betten ein Blick aus dem Fenster -
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oben: Anita, Stefan, Thomas & Peggy Strahlende Gesichter nach beim TNT III unten: Jessica, Jan & ich |
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Da es nach dem TG immer noch nieselte lachten besonders die Trockentaucher, während unsere harten Mädels und Stefan sich schlottern umkleiden mussten. Zumindest bei Anita und Stefan waren Kommentare bezüglich der sinnvollen Anschaffung von Trockis durchaus hörbar. Zum Auftanken von Energie und Wärme ginges wieder in das Gasthaus des Vortages - auch in der Hoffnung, dass das Wetter sich etwas bessern würde. Dem war leider nicht der Fall und Anita und Stefan beschlossen sich auf den langen Heimweg in den Norden zu machen.
3.TG
Nachdem wir von den beiden Abschied genommen hatten, beschloss der Rest von uns noch einmal zur Galerie zu fahren - diesmal mit zwei Küstenwachen - auch Herbert wollte nicht mehr ("Ich kann jederzeit bei gutem Wetter in den Walchensee - schau ich mir lieber im Auto Olympia an!"). Für mich stand wieder
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... der peinliche Fehler - Bergseetabelle im Auto gelassen und auf Gedeih und Verderb dem Computer ausgeliefert. Und der zeigte kräftig Deko - 13min inkl. den vyperüblichen 3min Safetystopp! Die wollen erst einmal abgehangen sein! Grund: Ich hatte den Vyper in den Bergseemodus gestellt - dachte ich zumindest. Tatsächlich war er schon in diesem Modus gewesen, ich hatte ihn also auf Seen > 1500m gestellt! Armer Dirk - als meine Luftreserve (Doppel 10) musste er mit mir 8 Minuten auf 3m verweilen, was er gar nicht mag :-) Auch ich lernte eine wichtige Lektion: Plane die Deko nie länger als das Fassungsvermögen der Blase. Die letzten 3 Minuten waren psychisch dann doch etwas anstrengend - also Leute, Hände weg von tiefen Dekotauchgängen ;-) Aber alles ging gut, auch wenn Dirk anschlieszlig;end über meine Deko wetterte.
Zum Abschied
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Noch immer im Nieselregen verabschiedeten wir uns, nicht ohne zu betonen, dass wir das Ganze baldmöglichst wiederholen müssen und vielleicht im nächsten Jahr auch mal für ein paar Tage länger.
Was habe ich bei diesem Treffen gelernt?
- Es ist essentiell wichtig, sich darum zu kümmern, die bestellte UW-Kamera auch ausgehändigt zu bekommen :-(
- Leute die warnen, dass sie schnarchen tun dies meist auch :-) Danke noch einmal an Harry für die Aufnahme in Dein Zimmer
- Ob Hemmoor oder Walchensee, schlechtes Wetter gibt es überall
- Apnoe im Whirlpool ist ein prickelndes Erlebnis
- Gutes Essen ist ein Zeichen ausgezeichneter Organisation. Vielen Dank an Herbert, der dieses Treffen so super betreute
- Die Leute vom Taucher.net sind auch beim 2. Mal wirklich nett!
Photos mit freundlicher Genehmigung:
1-4 ©Harry Mathae
5-8 ©Thomas Kleemann
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